Workshop "MINT - Zukunft schaffen. Innovation und Arbeit in der modernen Gesellschaft", 23.+24. September 2011 in Leipzig

Eine Veranstaltung der Reihe "Leipziger Gespräche zur digitalen Gesellschaft" der GdMKK Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Netzprojekt am Institut für Informatik der Univ. Leipzig und mit Unterstützung durch den Rohrbacher Kreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen.

Mehr dazu auf der Dorfwiki-Seite der Veranstaltung.

Anliegen

Im einführenden Text der Leipziger Gespräche werden vier große Dimensionen der heutigen vielfältigen Krisen- und Wandlungsprozesse identifiziert, die uns mit der Herausforderung konfrontieren, auf einen Pfad nachhaltiger Entwicklung im Einklang mit der - natürlichen, kulturellen und sozialen - Umwelt und Mitwelt einzuschwenken. Die Antwort auf die Herausforderungen kann nur ein ganzheitlicher Wandlungsprozess sein, der global zu denken, aber lokal politisch zu gestalten ist. Hierfür ist das Zusammendenken und Zusammen-Denken bisher getrennt vorgetragener Argumente und Begründungszusammenhänge an einem gemeinsamen Ort unabdingbar.

In diesem Zusammendenken haben große Natur- und Technikwissenschaftler immer wieder wichtige eigene Akzente gesetzt, die oft das Ergebnis der Synthese profunder Kenntnis moderner natur- und technikwissenschaftlicher Entwicklungen und der Wahrnahme der gesellschaftlichen Verantwortung als Wissenschaftler waren. Dieser guten kritischen Tradition sieht sich auch dieser Workshop verpflichtet.

Mit der Initiative "MINT - Zukunft schaffen" der Bundesregierung wird nun auch durch die offizielle Politik die herausragende Bedeutung von Natur- und Technikwissenschaften für die Zukunft eines stark technisch-kuturell geprägten Gemeinwesens betont, wenn auch vordergründig unter der - nicht allein demografisch induzierten - Hiobsbotschaft "uns gehen die Fachkräfte aus". Damit wurde zugleich ein gesellschaftlicher Diskursraum mit bereits erheblicher Resonanz aufgespannt, mit dem ein weiteres Mal der Geist technischer Kreativität und Innovativität beschwört werden soll. Kritische Töne über Versäumnisse im Ausprägen von Rahmen, Bedingungen und Richtung einer solchen Kreativität sind dabei kaum zu hören.

Mit unseren Veranstaltungen soll diesen Defiziten begegnet, der Faden früherer Diskussionen aufgegriffen, dem Diskurs ein Ort gegeben und dem Wort kritischer Natur- und Technikwissenschaft Gehör verschafft werden.

Texte


Dr. H.-G. Gräbe